Wie bei so vielen startete auch meine musikalische Reise mit der Blockflöte. Sie war das erste Instrument, was einzog. Zu ihr jedoch hatte ich meine so starke Bindung. Vermutlich aber habe ich in der Zeit angefangen, Noten zu lesen und zu lernen. In unserer Familie haben wir zudem schon immer gesungen, nicht nur an Weihnachten, sondern zu allen Jahreszeiten. Mein Opa war in früheren Zeiten im Gesangsverein unseres Heimatdorfes, mein Vater hat sich selbst Akkordeon spielen beigebracht, hat jedoch eher selten gespielt. Fasziniert war ich von Freundinnen, die Klavier spielen konnten. Wir sehr habe ich mich nach diesem Instrument gesehnt. Finanziell war meiner Familie – zu einer Zeit, in der Klavier noch nicht auf Ebay Kleinanzeigen zu verschenken waren – eine solche Anschaffung nicht möglich, so wurde es dann als ich ca. 10 Jahre alt wurde, ein Keyboard inkl. Selbstlernheften. Das hat zumindest für ein paar Jahren Spielfreude auf Tasten mit sich gebracht, aber ein Klavier hat es nicht wirklich ersetzt.
Musikalisch ging es für mich mit dem Besuch des Gymnasiums voran. Unsere Schule – das Ludwig-Meyn-Gymnasium in Uetersen, im Speckgürtel Hamburgs – hatte eine Chor-AG, ein Orchester, verschiedene musikalische Untergruppen für alle Level. Was für eine großartige Chance. Im Schulchor der Unterstufe fühlte ich mich zugehörig – im Gegensatz übrigens zum Gymnasium im Allgemeinen. Die Schulkonzerte einmal im Jahren waren Highlights, an die ich mich noch heute sehr gern zurückerinnere.
Über den Musikunterricht meiner Schule erhielt ich zudem den Zugang zu klassischer Musik: Die Moldau, Bilder einer Ausstellung – sämtliche Klassiker wurde uns nahegebracht. Neben dem Chor, später dem Oberstufenchor, gab es auch eine kurze Episode (ca. 4-6 Wochen) Geigenunterricht. Wir hatten die Möglichkeit, kostenfrei Musikinstrumente zu leihen, so dass auch mir dies möglich wurde – warum gerade Geige weiß ich bis heute nicht (mehr).
[mehr dazu bald]

